Holzterrasse mit Stuhl
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Das kostet der Terrassenbau

Holzbelag macht eine Terrasse wohnlich und zieht Blicke auf sich. Außerdem lädt eine Holzterrasse zum Entspannen ein. Das passende Bauholz spielt bei jeder Terrasse die Hauptrolle – bestimmt es doch sowohl die Höhe der Kosten als auch die Langlebigkeit und Qualität der Terrasse.

Unser Tischler Ratgeber stellt Ihnen im Lexikon eine Auswahl verschiedener Hölzer vor, die sich für den Terrassenbau eignen. Die beliebtesten Hölzer für den Terrassenbau unterscheiden wir in verschiedenen Preissegmenten gleich hier – so sehen Sie auf einen Blick, welche Holzsorten zu Ihren Vorstellungen passen.

Neben dem Kostenfaktor Holz gibt es aber auch noch einige andere Kosten, die beim Holzterrassenbau auf Sie zukommen, u.a. die Unterkonstruktion.

Übersicht: Preise für Holzterrassen nach Holzart

Halzart Preis
Douglasie ca. 40 Euro/m2
Lärche ca. 40 Euro/m2
Kiefer ca. 30 Euro/m2
Bankirai ca. 70 Euro/m2
Garapa ca. 65 Euro/m2
Eiche ca. 80 Euro/m2
Bambus ca. 90 Euro/m2

Material, Arbeitsstunden & zusätzliche Holzterrasse Kosten

Beachten Sie aber, dass weitere Kosten bei Terrassenbau auf Sie zu kommen. Der Unterbau und weitere Materialkosten, wie zum Beispiel für spezielle Schrauben, lassen die Terassenbau Kosten noch einmal ansteigen. Das gilt vor allem für größere Holzterrassen, die einen höheren Materialbedarf besitzen.  Weitere Kosten kommen für etwaige Geräte wie z. B. eine Kreissäge hinzu. Diese veranschlagt eine Leihgebühr von 20 bis 30 Euro pro Tag. Für einen Unterbau mit Kies, Verlegesand und Betonsteinen müssen Sie zudem mit etwa 15 € pro Quadratmeter rechnen. Treppen, Mauern und andere zusätzliche Bauten kosten selbstverständlich extra.

Holzterrasse Kosten Material und Arbeitsaufwand
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Falls Sie einen Fachmann mit dem Bau Ihrer Terrasse beauftragen, müssen Sie zusätzlich Stundensätze von 50 bis 70 € einkalkulieren. Weitere Kosten können für die Planung dazu kommen, falls diese zusammen mit dem Profi stattfinden soll. Die Mehrkosten für einen Fachmann zahlen sich jedoch meist aus, vor allem dann, wenn keine Vorkenntnisse vorhanden sind.

Die  Gesamtkosten für eine kleine 10 m² große Holzterrasse können so schnell 1.000 € und mehr betragen. Mit dem eigentlichen Holzterrassenbau ist es kostentechnisch jedoch längst nicht getan, denn eine Terrasse ohne passende Terrassenmöbel, Pflanzen, Sichtschutz und Licht verfehlt seinen Zweck. Auch hierüber sollten Sie sich rechtzeitig Gedanken machen und die Möbel und Beleuchtung möglichst so auswählen, dass sie optisch zu den Dielen passen und sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Stromanschlüsse sollten außerdem in greifbarer Nähe sein und am besten schon vor dem Bau der Terrasse installiert werden. Insbesondere die Elektroinstallation im Außenbereich sollte einem Elektriker überlassen werden, der auch dafür sorgt, dass die Steckdosen und Kabel nicht störend auffallen.

In einigen Fällen und je nach Bundesland kann auch eine Baugenehmigung vonnöten sein. Prüfen Sie daher vorab, ob Ihre Wunschvorstellungen mit den Vorschriften Ihres Wohnorts kompatibel sind.

Günstiges Preissegment

kleine Holzterrasse
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Als Belag für Holzterrassen bieten sich verschiedene Hölzer an. Die rotbraune Douglasie und die helle Lärche sind einheimische und witterungsbeständige Holzarten. Sie sind nicht sehr hart, was den Vorteil hat, dass sie sich leicht verarbeiten lassen. Douglasie und Lärche gehören mit ca. 40 Euro pro Quadratmeter zudem zu den günstigsten Holzarten. Das wird auch in der Haltbarkeit sicher, die mit etwa 15 Jahren eher kurz ausfällt.

Eine weitere einheimische Holzart, die sich für den Terrassenbau eignet, ist die Kiefer – mit 30 Euro/m2 gehört sie ebenfalls zu den günstigen Holzarten. Kiefer besitzt mit gerade mal 5 bis 10 Jahren Lebenserwartung die kürzeste Haltbarkeit unter den gängigen Holzsorten für Holzterrassen, weshalb die Anschaffung wohlüberlegt sein sollte. Wer dennoch nicht auf Kiefer als Terrassenmaterial verzichten will, sollte Thermokiefer in Erwägung ziehen. Hierbei handelt es sich um thermisch behandeltes Kiefer, dass durch die Wärmebehandlung widerstandsfähiger und haltbarer gemacht wird. Die Haftbarkeit von Kiefer kann so auf bis zu 30 Jahre ausgeweitet werden. Mit etwa 50 Euro pro qm gehört die Thermokiefer jedoch zu den etwas teureren Holzarten im günstigen Preissegment.

Mittleres Preissegment

Tropenhölzer wie das braunrote Bankirai sind beständiger und schwerer, jedoch auch teurer. Die natürlichen ätherischen Öle des Holzes schützen es vor Pilz-, Insekten- und Schimmelbefall.  Beim Kauf sollten Sie auf das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft achten. Für das Bankirai Holz lautet die Siegel-Bezeichnung: Bangkirai Selangan batu No.1 – No.2 SHBL. Dieses Siegel garantiert, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Kosten für Bankirai belaufen sich auf ca. 70 Euro/m2. Bankirai verfügt über eine sehr hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit, was sich auch in der langen Haltbarkeit von ca. 30 Jahren bemerkbar macht.

Etwas günstiger ist das südamerikanische Hartholz Garapa. Es hat eine mandelähnliche Farbe und eine sehr edle und glatte Oberfläche. Das helle Holz dunkelt mit der Zeit jedoch etwas nach. Die Kosten liegen bei etwa 65 Euro/m2 und die Haltbarkeit bei ca. 25 Jahren. Damit ist Garapa eine gute Alternative zur heimischen Lärche.

Im selben Preissegment ist das Holz des Balatabaums zu finden. Es ist unter der Bezeichnung Massaranduba bekannt und ist in Südamerika sowie auf den Karibischen Inseln beheimatet. Aufgrund seiner dunklen rotbraunen oder auch violettbraunen Farbe wirkt Massaranduba äußerst edel und hält ebenso lange wie Garapa. Dafür neigt es jedoch auch zu einer höheren Verformbarkeit, ist anfälliger für Risse und neigt zum Ausbluten bzw. Verfärben der Umgebung. Mit der richtigen Pflege lassen sich aber auch diese Eigenschaften in Zaun halten.

Gehobenes Preissegment

Holzterrasse mit Treppe
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Bambus zeichnet sich durch zwei Aspekte besonders aus: seine markante Maserung und die Tatsache, dass es das am schnellsten nachwachsende Holz ist. Ökologisch betrachtet ist Bambus also sehr empfehlenswert. Doch nicht nur deswegen. Durch die Veredlung mit natürlichen Stoffen erhält Bambus seinen charakteristischen und sehr beliebten honiggelben Farbton. Die aufwendige Verarbeitung spiegelt sich jedoch im Preis wieder. Mit ca. 85 Euro/m2 gehört es zu den kostspieligeren Hölzern.

Wer lieber aus ökologischen Gründen zu einem edlen einheimischen Holz greift, sollte die Eiche in Betracht ziehen. Sie ist schwerer und härter als Fichte, Kiefer oder Douglasie und dadurch robuster und langlebiger. Der Quadratmeterpreis liegt bei ca. 80 Euro.

Terrasse selbst bauen?

Wenn Sie Ihre Terrasse selbst bauen wollen, sollten Sie bedenken, dass Sie neben handwerklichem Geschick auch diverses Spezialwerkzeug benötigen. Dazu gehören:

Holzterrasse mit Werkzeug
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  • Handkreissäge oder Stichsäge,
  • Akkuschrauber,
  • Schrauben aus Edelstahl,
  • Wasserwaage,
  • Richtlatte,
  • Zollstock,
  • Rüttelplatte,
  • Stufenbohrer,
  • und Montagezwinge.

Der Verbau hochwertiger Hölzer mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften ist zudem eine Herausforderung, bei der Fehler teuer werden können. Greifen Sie im Zweifel lieber auf die Hilfe eines Profis zurück, der sich mit den Werkstoffen und Prozessen des Terrassenbaus auskennt.


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